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Claude Monet und Giverny

Die Normandie und insbesondere ihr Himmel waren für Claude Monet lange Zeit eine Quelle der Inspiration. Fasziniert von den unaufhörlichen Lichtveränderungen und den Farbwechseln im Laufe des Tages entwickelte er eine neue Malweise, bei der der Augenblick, die Atmosphäre und die Bewegung Vorrang vor der akademischen Darstellung hatten. So entstand die impressionistische Strömung, eine echte künstlerische Revolution, die weltweit ihre Spuren hinterlassen sollte.

Auch wenn Monet heute weltweit für sein Haus, seinen Garten und seine berühmten Seerosen in Giverny bekannt ist, widmete er eine seiner bedeutendsten Serien der Kathedrale Notre-Dame in Rouen.

Zwischen 1892 und 1894 malte Monet in einem Raum im ersten Stock des ehemaligen Hôtel des Finances, in dem damals ein Damenbekleidungsgeschäft untergebracht war, die Fassade der Kathedrale zu verschiedenen Tageszeiten. Sein Ziel war es nicht, das Bauwerk selbst darzustellen, sondern die Lichtwirkungen auf dem Stein, die Schatten, die Reflexe und die unendlichen Nuancen des normannischen Himmels einzufangen. So wird jede Leinwand zu einer einzigartigen Interpretation desselben Motivs, in der Farbe und Licht die wahren Protagonisten sind.

Man kann sich also gut vorstellen, dass der Künstler es zwischen zwei Arbeitssitzungen geschätzt hätte, Zuflucht an einem diskreten und gemütlichen Ort wie dem Hôtel Cardinal zu finden. Das Hotel liegt direkt gegenüber der Kathedrale und bietet auch heute noch einen außergewöhnlichen Blick auf dieses Meisterwerk der gotischen Architektur; es scheint ganz natürlich in Monets Welt zu passen. Ein privilegierter Ort, um die Veränderungen des Lichts im Laufe der Stunden zu betrachten, den Blick schweifen zu lassen, ein paar Skizzen anzufertigen oder einfach zur Ruhe zu kommen, bevor man wieder zum Pinsel greift.

 

Energie-Kolumne

Das Hotel Cardinal, das wie viele historische Hotels der Nachkriegszeit lange Zeit mit Heizöl beheizt wurde, hat sich für eine durchdachte und nachhaltige Energiewende entschieden.

Anstatt eine fossile Energiequelle durch eine andere zu ersetzen, hat sich die Einrichtung für eine Holzpelletheizung entschieden – eine umweltfreundlichere Lösung, die für Altbauten geeignet ist und auf einer erneuerbaren, lokal verfügbaren Energiequelle basiert.

Diese Entscheidung ermöglicht es, den CO₂-Fußabdruck des Hotels deutlich zu verringern und gleichzeitig einen Ansatz beizubehalten, der mit den Werten einer unabhängigen Hotellerie im Einklang steht: Authentizität, Verantwortung und lokale Verankerung.

In einer Zeit, in der immer mehr Reisende nach Unterkünften suchen, die sich konkret für den ökologischen Wandel engagieren, spiegelt dieser Ansatz eine andere Art des Reisens wider: nachhaltiger, menschlicher und enger mit der Region verbunden.

Und da ein unabhängiges Hotel direkt in sein Gebäude, sein Personal und seine umweltfreundlichen Maßnahmen investiert, ist eine Direktbuchung nach wie vor die beste Möglichkeit, dieses Engagement zu unterstützen.

 

Das wird über uns gesagt

Wir verfügen zwar nicht über die digitale Reichweite und Sichtbarkeit der großen Hotelketten, doch einige renommierte Reiseführer lassen sich nicht täuschen. Die Reisenden von heute suchen mehr Authentizität, Begegnungen und Orte, die von leidenschaftlichen Frauen und Männern geprägt sind.

In diesem Sinne sind Referenzen wie „Rick Steves’ Europe“, „Destination France“, der „ Le Guide du Routard“ oder auch „die Moon Travel Guides“ empfehlen in ihren Reiseführern „Normandy & Brittany“ regelmäßig das Hôtel Cardinal als charmanten Zwischenstopp während eines Aufenthalts in Rouen.

Wir wollen weder mit 4-Sterne-Hotels noch mit den unpersönlichen Standards bestimmter großer Hotelketten konkurrieren. Was wir bieten, ist etwas ganz anderes: ein Haus mit persönlicher Atmosphäre, eine herzliche Stimmung und eine Geschichte, die wir jeden Tag aufs Neue zum Leben erwecken.

Denn im Gegensatz zu vielen standardisierten Unterkünften hat unser Hotel eine Seele, eine Identität und eine Geschichte, die wir gerne mit unseren Gästen teilen. Es ist diese schlichte und echte Authentizität, die oft den Unterschied bei den Erinnerungen an eine Reise ausmacht.

Entdecken Sie die Normandie einmal anders: ein Roadtrip zu Fuß, ganz ohne Gepäck

Wie wäre es, wenn Sie sich einmal die Zeit nehmen würden, auf eine andere Art zu reisen?

Wir stellen für Sie eine 7- bis 10-tägige Wanderreise durch die schönsten Landschaften der Normandie zusammen. Begeben Sie sich jeden Morgen zu Fuß auf sorgfältig ausgewählte Routen, die Sie durch malerische Dörfer, grüne Täler, an historischen Stätten und Kulturschätze vorbeiführen.

Der Vorteil? Sie reisen mit leichtem Gepäck. Während Sie Ihren Tag in vollen Zügen genießen, kümmern wir uns um den Transfer Ihres Gepäcks zu Ihrem nächsten Hotel. Bei Ihrer Ankunft steht Ihr Zimmer bereits für Sie bereit.

Dieses Angebot ist ideal für Reisende, die die Region in ihrem eigenen Tempo und ohne logistische Einschränkungen entdecken und dabei den Komfort sorgfältig ausgewählter, charmanter Hotels genießen möchten.

Ob allein, zu zweit oder mit Freunden – lassen Sie sich durch die authentische Normandie führen, wo jede Etappe zu einer neuen Entdeckung wird.

Spazieren Sie, entdecken Sie, genießen Sie den Ausblick … wir kümmern uns um den Rest.

Die normannische Gastronomie

Die Normandie ist zweifellos eine der Regionen Frankreichs, die für ihre Gastronomie am bekanntesten ist. Die Region ist zwar vor allem für ihren Käse – allen voran den Camembert –, ihre Sahne und ihre Äpfel bekannt, hat aber noch viele weitere kulinarische Köstlichkeiten zu bieten. Wussten Sie, dass die Normandie die führende Region Frankreichs beim Fang von Jakobsmuscheln ist? Außerdem werden dort Austern (aus Saint-Vaast-la-Hougue, Veules usw.) und Miesmuscheln gezüchtet. Zu den Spezialitäten zählen das in der Bucht von Mont-Saint-Michel aufgezogene Prä-Salé-Lamm, die Andouille aus Vire, Kutteln nach Caener Art, die Blutwurst aus Mortagne und das Karamell aus Isigny.

Dazu passt ein gutes Glas Cidre, Poiré, Pommeau oder – für die etwas „Stärkeren“ – Calvados. In den Restaurants kommt man um das „Trou normand“ nicht herum, eine echte Verdauungspause. Ein ganzes gastronomisches Erbe, reich an Produkten mit AOP- (geschützte Ursprungsbezeichnung) und AOC- (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) Gütesiegel, das es zu entdecken gilt. Alles in Maßen genießen.

Die kulinarischen Feste.

Verkostungen stehen auf dem Programm, aber auch Begegnungen mit Köchen und Erzeugern – in der Normandie gibt es zahlreiche gastronomische Feste. Im Mittelpunkt stehen dabei lokale Spezialitäten wie Jakobsmuscheln, Äpfel und Cidre oder auch Hering.

 

Die Geschichte der neuen Brasserie Paul

Die Geschichte des Hôtel Cardinal beginnt in den 1920er Jahren mit den Herren Kohler und Criblez, die in der Rue Grand Pont 77 „La Grande Brasserie Paul“ eröffneten ein recht großes Grundstück ( zwischen der Rue du Petit Salut und der Rue aux Ours).

Im Mai 1944 durchlebte Rouen eine seiner dunkelsten Phasen, bekannt als die „Rote Woche“, die von den Bombenangriffen der Alliierten auf die Brücken der Stadt geprägt war. Die Kathedrale entging wie durch ein Wunder den Flammen, doch die Rue Grand Pont, die Rue aux Ours und die Rue Ampère – die später in Rue du Petit Salut umbenannt wurde – wurden vollständig zerstört, wodurch alle Geschäfte und die „Grande Brasserie Paul“ dem Untergang zum Opfer fielen.

Herr Kohler, der vermutlich nicht Eigentümer der Gebäude der ehemaligen, zerstörten Brauerei war, erwarb die Vermögenswerte der Herren Queneaux sowie deren Entschädigungsansprüche. Es wird vermerkt : „Übertragungsakte – Nutzungsänderung – Fall Kohler und Criblez, Brasserie Paul – Block 5, wiederhergestelltes Grundstück, Place de la Cathédrale – 77–79 Rue Grand-Pont und 8, 10, 12 Rue aux Ours – 1947“ (Hotel-Restaurant, wobei die Billardräume im Untergeschoss erhalten bleiben).

Erst 1967wurden die beiden Geschäftsbereiche offiziell getrennt, worausdas Hôtel Cardinalhervorging: ein für die damalige Zeit modernes Haus mit Aufzug, Zentralheizung und WC. Seitdem haben sich mehrere Eigentümer abgewechselt, die alle darauf bedacht waren, einen Komfort zu gewährleisten, der im Einklang mit der außergewöhnlichen Umgebung der Altstadt von Rouen steht.

Heute wird das Hotel Cardinal von Frau Waroquet geleitet, die es seit über 12 Jahren besitzt und die Tradition der Gastfreundschaft und Qualität fortsetzt, für die es bekannt ist.

 

 

 

Rouen: Die Stadt

Rouen, eine traditionsreiche Handelsstadt und Hauptstadt der Normandie, bietet mit seinen 2.000 (!) Fachwerkhäusern eine ganze Reihe beeindruckender Sehenswürdigkeiten sowie den kulinarischen Charme der normannischen Küche.

Die Gros-Horloge von Rouen

Der unbestrittene Star im Herzen von Rouen ist zweifellos die Kathedrale Notre-Dame, eine der schönsten Kirchen Frankreichs. Sie wurde auch vom Maler Claude Monet in seiner Serie von 33 impressionistischen Gemälden verewigt. Diese entstanden unter vielfältigen Einflüssen und aus unterschiedlichen Lichtperspektiven und liefern Anregungen für die heutige Kunstszene. Der Berliner Künstler Yadegar Asisi schuf im Panorama Leipzig eine beeindruckende 360-Grad-Installation mit Monets Kathedrale auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern und einer Höhe von 32 Metern.

In der Altstadt von Rouen ist eine der größten Sehenswürdigkeiten die „Gros Horloge“ in einem reich vergoldeten Rahmen über einer Arkade aus dem Jahr 1389 – wahrscheinlich das beliebteste Fotomotiv, das mit der Kathedrale konkurriert. Die Uhr zeigt nicht nur die Stunden an, sondern auch die Mondphasen durch ein Bullauge über dem Zifferblatt. In der Mitte des Place du Vieux Marché steht ein großes Kreuz auf einer langen Stele. Es erinnert an Jeanne d’Arc, die hier in den Flammen eines Scheiterhaufens starb.

Bistronomische Chroniken

Da das Erlebnis eines Ortes sich nicht nur auf ein Zimmer beschränkt, möchten wir Ihnen einige Adressen vorstellen, die wir kennen und besonders schätzen.

All diese Restaurants haben eines gemeinsam: Es handelt sich um unabhängige Betriebe, die von passionierten Gastronomen geführt werden, die sich einer authentischen, großzügigen und hochwertigen Küche verschrieben haben. Von der legendären Brasserie Paul direkt vor unserem Hotel über das Restaurant D’eux-mêmes an der Place du Vieux-Marché bis hin zu La Couronne oder Les Maraîchers – jedes dieser Lokale vermittelt auf seine eigene Weise eine bestimmte Vorstellung von der Lebensart in Rouen.

Diese Auswahl ist keineswegs eine Rangliste und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie spiegelt lediglich unsere persönlichen Favoriten wider – Orte, an denen man mit viel Aufmerksamkeit empfangen wird und an denen das kulinarische Vergnügen ein echtes Erlebnis bleibt.

Man wählt eine Stadt wegen ihres kulturellen Erbes, ein Hotel wegen seiner Atmosphäre … doch oft sind es auch die Erinnerungen an ein gutes Essen, die eine Reise prägen.