Nachdem wir nun die Produkte auf denMärkten von Rouen kennengelernt haben, wollen wir uns dennormannischen Getränken zuwenden. Das bekannteste davon ist sicherlich der Cidre, auch wenn wir diese Tradition mit unseren bretonischen Nachbarn teilen. Als Begleitgetränke zur regionalen Küche gibt es außerdem Poiré, Pommeau und natürlichCalvados.
Unter den verschiedenen Sorten verdient derCalvados Domfrontaisbesondere Beachtung. Er wird im Süden der Normandie, an der Grenze zur Bretagne und zum Maine, hergestellt und enthält mindestens 30 % Birnen aus dem Poiré. Äpfel und Birnen werden zunächst zu Apfel- und Birnenmost verarbeitet, bevor sie destilliert werden.
DasHaus Lemortonzählt zu den führenden Namen im Domfrontais. Dieser Familienbetrieb verwendet zu etwa 70 % Birnen und produziert Jahrgangs-Calvados, die heute sehr begehrt sind. Seine großen Hochstamm-Birnbäume prägen eine fast majestätische Landschaft. Ich habe übrigens das Glück, noch einige alte Jahrgänge zu besitzen, die mittlerweile selten geworden sind.
Erwähnenswert ist auch dasHaus Christian Drouin, das seit drei Generationen das Know-how des Calvados aus dem Pays d’Auge pflegt.
Das Hôtel Cardinal liegt direkt gegenüber der Kathedrale und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die kulinarischen Genüsse von Rouen zu entdecken. Historische Restaurants, Märkte und Feinkostgeschäfte lassen sich zu Fuß durch die Gassen der Altstadt erkunden. Gerne teilen wir unsere Lieblingsadressen mit Ihnen, damit Sie diesen kulinarischen Spaziergang noch weiter genießen können.